Der Diamant des Geisterkönigs

Märchenoperette für Kinder ab 3 Jahren nach Ferdinand Raimund und Josef Drechsler

(c) Magdalena Punz

 

Dauer: ca. eine Stunde

Geeignet für Kinder ab 3 Jahren!

TERMINE:

Premiere: 25.Februar 2017, 14h in der Krypta St.Peter/Wien

weitere Vorstellungen: 12.März, 23.April, 20.Mai und 4.Juni jeweils 14h in der Krypta St.PeterWien

--> Kartenreservierung Krypta

Vorstellungen im KUMST Strasshof:

11. März und 18.März 2017, jeweils 15h im KUMST Strasshof

ZUM STÜCK

Der Diamant des Geisterkönigs war ursprünglich ein Zauberspiel in 2 Akten mit der Musik des Kapellmeisters Joseph Drechsler (Theaterkapellmeister am Leopoldstädter Theater, später Domkapellmeister zu St.Stephan; Lehrer von Johann Strauß jun.; wird als der Kompositeur der Lieder „Brüderlein fein“ und dem Aschenlied gehandelt) und das zweite Stück des brillanten Wiener Schauspielers und Dichters Ferdinand Raimund. Es wurde am 17.Dezember 1824 im Leopoldstädter Theater mit Raimund in der Rolle des Dieners Florian Waschblau uraufgeführt. Auch die weiteren Rollen waren mit hochkarätigen Darstellern besetzt: darunter waren auch die Komikerin Therese Krones als Köchin Mariandl oder Anna Gottlieb, die 30 Jahre zuvor die erste Pamina in der Zauberflöte gesungen hatte, als „erste Drud“.

Als Vorlage für den Stoff zu diesem Stück dienten Raimund die Geschichte des Prinzen Seyn Alasnam und des Königs der Genien aus den Geschichten aus 1001ner Nacht nach einer Übersetzung von Johann Heinrich Voß. Das Stück war ausgesprochen erfolgreich und verhalf Raimund zum großen Durchbruch als Dichter.

ZUM INHALT

Der erst kürzlich verstorbene Wiener Zauberer sucht während des Frühstücks seinen alten Freund Longimanus, den Geisterkönig, auf. Zephises bittet ihn, seinem Sohn Eduard durch Geisterhilfe den Zugang zu seinem Zauberkabinett zu ermöglichen, da er selbst es ihm vor seinem Tod nicht mehr zeigen konnte. Auch soll der Geisterkönig Eduard bei einer Audienz einen Wunsch erfüllen. Longimanus sagt zu.

Einstweilen macht sich auf der Erde im Haus Zephises nach dessen Ableben die Not breit. Da erscheint Eduard die „Allegorie der Hoffnung“. Sie zeigt ihm, wo er im Zauberkabinett den Boden öffnen muss, um in die verzauberte Schatzkammer zu gelangen, in der neben viel Geld auch sechs Statuen von großem Wert stehen. Er findet ein Pergament, besagt, Eduard solle die siebente Statue aus Diamant beim Geisterkönig selbst erbitten. Um Longimanus zu finden, muss Eduard einen feuerspeienden Berg weklimmen, ohne sich umzudrehen. Ansonsten würde er in ein Ungeheuer, ein Tier oder eine Blume verwandelt. Beim Besteigen des Berges hat Eduard keine Probleme, sein Diener Florian jedoch erliegt der Täuschung einer falschen „Mariandl“. Er wird daraufhin in einen Pudel verzaubert und schließlich vom Geisterkönig wieder zurück verwandelt.

Eduard bittet um die Statue, doch Longimanus möchte sie nur gegen ein 18-jähriges Mädchen tauschen, das in seinem Leben noch nie gelogen hat. Um ein solches zu finden, borgt er ihnen seinen Heißluftballon und verleiht Florian die Gabe, das Mädchen zu erkennen. Sobald Eduard eines bei der Hand hält, wird Florian so leicht werden, als ob er das erste Mal Langaus tanzen würde, erwischt er aber eine Lügnerin, erleidet er Schmerzen. Der Ballon landet auf einer Insel, dem Land der Wahrheit, ein seltsamer, verschlossener Ort, dessen Bewohner alle verstockt erscheinen. Eduard fragt im Palast des Herrschers Veritatius nach und lernt die Prinzessin Modestina kennen, welche jedoch, genau wie alle anderen Mädchen, eine große Lügnerin ist. Ein Mädchen, Amine, wird von den Wachen herbeigeschleppt. Sie wird des Lügens bezichtigt und soll verbannt werden. Eduard hält ihre Hand und Florian gibt zu erkennen, dass es sich um die gesuchte Person handelt. Rasch nimmt Eduard sie einfach mit, und sie kehren gemeinsam zum Geisterkönig zurück. Auf der Fahrt verlieben Eduard und Amine sich. Nun kann er sie nicht mehr gegen die Statue eintauschen.

Longimanus tut so, als ob der Handel bereits besiegelt wäre und zeigt Eduard in seinem Zauberkabinett die siebente Statue. Als Eduard sie zerschlagen möchte, verwandelt sie sich in Amine, die als treue Gattin das echte Geschenk des Geisterkönigs ist.

BESETZUNG:

Regie:       Isabella Kuess

Bearbeitung: Alice Waginger

Musikalische Leitung: Max Schamschula

Longimanus, Geisterkönig/Veritatius, Beherrscher der Insel der Wahrheit     Michael Weiland/ Philipp Landgraf

Eduard/Zephises, Magier                                                                               Hans-Jörg Gaugelhofer

Florian Waschblau, sein Diener                                                                     Christian Graf

Mariandl, seine Köchin/Modestina                                                                 Alice Waginger

Amine, ein Mädchen/die Hoffnung                                                             Ellen Halikiopoulos/ Elisabeth Jahrmann