Tätigkeitsbereicht 2016

Verein DIK - „Des is klassisch“ – Tätigkeitsbericht 2016

 

Der Verein DIK - „Des is klassisch“ - Verein zur Pflege und Weiterentwicklung lokaler historischer Theaterpraxis“ ist nicht Gewinn gerichtet und bezweckt in erster Linie mit seinen Vorhaben und Veranstaltungen die Pflege, Erhaltung und Wiederbelebung des kulturellen Erbes im Bereich des musikalischen Musiktheaters, dessen Weiterentwicklung in einer zeitgenössischen Form, die Förderung junger Künstler und die Erleichterung des Zugangs zu klassischer Musik und musikalischem Unterhaltungstheater im Speziellem für Kinder und Jugendliche. Im Sinne dieser Vereinszwecke wurden im Kalenderjahr 2016 neun unterschiedliche Produktionen (46 Vorstellungen), davon vier speziell für Kinder. Insgesamt konnten 25 Nachwuchs-Künstler/Innen im Bereich Gesang/Klavier und Regie im Alter zwischen 23 und 35 Jahren gefördert werden. In vier Produktionen wurden Stücke behandelt, die eigens spielbar gemacht wurden und die im momentanen nationalen und internationalen Musiktheater-Repertoire-Kanon nicht zu finden sind.

 

Nachfolgend eine Übersicht der Produktionen:

 

  1. Produktionen für Kinder:

 

Hänsel und Gretel“ - Märchenoper für Kinder nach Engelbert Humperdinck und Adelheid Wette.

Bearbeitete Fassung von einer Stunde Dauer.

6 Vorstellungen in vier verschiedenen Lokalitäten, davon eine Benefiz Vorstellung im Flüchtlingsheim St.Gabriel und 2 Vorstellungen in Wiener Schulen. In den Schulvorstellungen konnten die Kinder nach den Vorstellungen die Künstler über Gesang, Musiktheater und Künstlerdasein befragen. Diese Produktion wird 2017 neu bearbeitet werden.

 

Zauberflöte für Kinder“ nach W.A.Mozart.

Bearbeitete Fassung von einer Stunde Dauer für Kinder ab 3 Jahren.

14 Vorstellungen an 2 unterschiedlichen Orten, davon eine Vorstellung in einem Wiener Kindergarten. Die Zauberflöte erwies sich als wahrer Publikums Magnet und lockte Publikum an, welches sich auch für die anderen Vereinsveranstaltungen zu interessieren begann. Diese Produktion wird 2017 fortgesetzt.

 

Der kleine Prinz“ Kinderoperette nach der Operette „Der kleine Prinz“ von Adolf Müller jun. und Nikolaus Duffek. Grundlegend überarbeitete Fassung von einer Stunde Dauer.

5 Vorstellungen an 2 unterschiedlichen Orten. Dieses Stück, dass es in seiner ursprünglichen Form zu nicht mehr als 8 Vorstellungen im Theater an der Wien schaffte, entwickelte sich in der Kurzform zu einer ausgezeichneten Kinderoperette, die auch beim erwachsenem Publikum sehr gut ankam. War das Interesse bei den Anfangsvorstellungen noch gering, konnten schon ab der dritten Vorstellung deutliche Publikumszuwächse gespürt werden. Diese Produktion wird 2017 fortgesetzt.

 

Die Zauberflöte für Kinder – Weihnachtedition“ - nach W.A.Mozart. Bearbeitete Fassung von der Dauer von 100 Minuten für Kinder ab 5 Jahren.

Zwei Vorstellungen wurden 2016 abgehalten, weitere Termine sind 2017 geplant. Ein mitwirkender Kinderchor und der Einsatz von Kindersolorollen wurden vom Publikum sehr begrüßt, auch den mitwirkenden Kindern konnte die Freude an Spiel und Musik vermittelt werden.

 

  1. Unterhaltungstheater-Produktionen

 

Der Obersteiger“ - Operette von Carl Zeller. Dauer: 2 ½ Stunden mit Pause.

Für 3 Vorstellungen an 2 unterschiedlichen Orten wurde die Produktion aus dem vergangenen Kalenderjahr 2015 wiederaufgenommen. Die Vorstellungen waren unterschiedlich gut besucht, wurden aber vom jeweiligen Publikum lobend aufgenommen.

 

Die Frau im Negligé“ - Operette von Carl Zeller jun., Dauer: 1 ½ Stunden mit Pause.

Für 4 Vorstellungen an 3 unterschiedlichen Orten wurde die Operettenproduktion von Zeller-Sohn Carl jun. adaptiert und in Zusammenarbeit mit der Carl Zeller Gesellschaft in St.Peter in der Au erstmals wiederaufgeführt. Da das Publikum großen Gefallen an der Operette fand, wird eine mögliche Wiederaufführung 2017 angestrebt.

 

Wiener Blut“ - Operette von Adolf Müller jun. nach Johann Strauß, Dauer: 3 Stunden mit Pause

Bei 4 (von 5) Vorstellungen der Operette Wiener Blut wurde mit der Möglichkeit experimentiert, richtige Wiener Operette (Wiener Musik & Wien als Haupt-Schauplatz) ausschließlich mit der Begleitung eines Schrammel-Ensembles durchzuführen. Für Strauß Werke, besonders für Wiener Blut, ist diese Verbindung von Volks- und Unterhaltungsmusik durchaus angenehm und kann bei solchen Stücken effektvoll eingesetzt werden. Das Publikum war von diesem Klangspektrum ausnehmend begeistert. Eine Aufzeichnung konnte durchgeführt werden. Die Wiederaufnahme dieser Produktion 2017 ist geplant.

 

Der Liebeswalzer“ - Operette von Carl Michael Ziehrer, Dauer: 2 ½ Stunden mit Pause

Bearbeitung und Adaption.

Die 3 Vorstellungen dieser Operette waren ein für alle überraschender Erfolg, der vor allem auch der exzellenten Bearbeitung durch den Regisseur zu verdanken war. Dem Originallibretto des Stückes von Fritz Grünbaum ua., dem bei seiner Erstaufführung eine Karriere gleich der „lustigen Witwe“ versprochen wurde, die ihm jedoch vermutlich aufgrund des Ausbruchs des 1.Weltkriegs versagt blieb, tat die Neubearbeitung außerordenlich gut. Eine Aufzeichnung konnte durchgeführt werden. Eine Wiederaufnahme 2017 ist wünschenswert, aber noch nicht fixert.

 

Die Fledermaus“ - Operette von Johann Strauß. Dauer: 3 Stunden mit Pause.

Gekürzte Originalfassung

Die 2 Vorstellungen wurden zu Silvester gegeben um den lokalen Gebräuchen Genüge zu tun und waren entsprechend vollzählig besucht. Der nur gekürzte, aber in seinem Wortlaut originale Text wurde problemlos verstanden und sehr gut aufgenommen. Mit Werken wie „Der Fledermaus“ kann man auch etwas scheuere Publikumsschichten ins Theater locken und somit ihre Besuchshemmschwelle senken. Zu diesem Zweck wird die Produktion 2017 wiederholt werden.