Isabella Kuess

Sopran

Die junge Wiener Sopranistin Isabella Kuëss, gepriesen für ihre einfühlsame Interpretation und Wandlungsfähigkeit, kultivierte früh ihre Liebe zum Gesang und zur Bühne. Erste Bühnenerfolge sammelte sie noch während ihrer Schulzeit als Barbarina in der Jeunesse-Produktion von „Le Nozze di Figaro“ im Wiener Konzerthaus und in Graz

Isabella Kuëss wirkte seither bei Bühnenproduktionen im In- und Ausland mit, unter anderem als Kate Pinkerton in „Madama Butterfly“, Fiordiligi in „Così fan Tutte“, Mimi in „La Bohème“, Amarantha in Haydns "La Fedeltà Premiata", Rosalinde in der "Fledermaus", die Titelpartie in Lehars "Giuditta" und Elettra in „Idomeneo“. Im Sommer 2010 sang sie bei den Opernfestspielen Sankt Margareten die Erste Dame in der „Zauberflöte“ und 2012 die Hofopernsängerin Grisi im „Dreimäderlhaus“ bei den Schlossfestspielen Langenlois. 2016 begann mit der Rolle der Gräfin Zedlau in einer Deutschlandtournee von "Wiener Blut". Weitere Rollen inkludieren Contessa Almaviva in Le nozze di Figaro, Agathe in Der Freischütz, Micaëla in Carmen, und Lisa in Das Land des Lächelns.

Neben ihren Bühnenprojekten ist Isabella Kuëss auch regelmäßig auf der Konzertbühne zu hören. Ihre Soli im Oratorienbereich umfassen neben Bachs Weihnachtsoratorium, Händels Messiah, Beethovens 9. Symphonie und Verdis Requiem, Werke von Mendelssohn, Mozart, Schubert, Haydn, und Rossini. Ihr umfangreiches Liedrepertoire erstreckt sich von Schubert, Brahms, Wagner, Strauss und Berg bis zu Werken aus dem französischen, englischen und spanischen Repertoire. Ihre Beiträge zur Wiederentdeckung T.W. Adornos kompositorischen Schaffens mit dem Verein Akut, sowie mehrere Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten runden ihr Repertoire ab.

Regelmäßig zu Gast auf nationalen und internationalen Konzertbühnen hatte sie bereits Gelegenheit, mit großen Dirigenten wie u.a. Christian Thielemann, Johannes Wildner und Koon Schoots zu singen. Im vergangenen Jahr gab sie ihr erfolgreiches Solo-Debüt im Wiener Musikverein, und sang in einer Asien-Tournee Solokonzerte u.a. in der Osaka Symphony Hall, Tokyo Opera City und im Seoul Arts Center. Weitere Solokonzerte in der Philharmonia Podkarpacka Rzeszów und im Jamshed-Baba-Theatre im NCPA Mumbai.

Sie ist Finalistin und Gewinnerin mehrerer internationaler Wettbewerbe, so u.a. Kärntner Sparkassen Stipendium, 2. Platz im Oscar Straus Wettbewerb und des ISA-Stipendiums.

Isabella Kuëss erhielt ihren ersten Gesangsunterricht an der Musikschule Baden, bevor sie im Alter von vierzehn Jahren an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ihr Gesangsstudium begann. Sie studierte 2010-2013 Oper bei Reto Nickler, Christoph Ulrich Meier, Beverly Blankenship und Uwe Theimer, sowie Lied und Oratorium bei KS Robert Holl und Matthias Lademann und arbeitete in Meisterkursen in Österreich und Italien, u.a. mit Mirella Freni, Roger Vignoles, Cheryl Studer, Norman Shetler, Walter Alberti und KS Sona Ghazarian. Sie arbeitete in New York mit Ruth Falcon, Gregory Lamar und Bradley Moore und arbeitet derzeit in Wien mit Heidi Brunner und KS Artur Korn.

Eine Deutschland-Tournee als Gräfin Zedlau in Wiener Blut eröffnete für Isabella Kuëss das Jahr 2016. Es folgen Konzerte mit Wagners Wesendonck-Liedern und weiteren Werken der Wiener Jahrhundertwende.