Die Schuldigkeit des ersten Gebots - I.Teil

Geistliches Singspiel von W.A. Mozart
Libretto von Ignaz Anton Weiser

 

konzertante Aufführungen :          16.11. 2014 Pfarrkirche Neuerlaa, Wien

                                                            19.11. 2014 Pfarrkirche Stockerau,

                                                            29.4.2015 Pfarrkirche Stammersdorf, Wien

Zum Stück: 

Die Uraufführung dieses Stücks fand am 12.März 1767 in der Fastenzeit im Rittersaal der fürsterzbischöflichen Residenz in Salzburg statt, der damals elfjährige Knabe Wolfgang Amadeus Mozart komponierte mit Hilfe seines Vaters Leopold Mozart den ersten Teil des 3.teiligen Librettos von Ignaz Anton von Weiser (1701 - 1785), die beiden anderen wurden vom Haydn Bruder Michael Haydn (1737 - 1806) und dem bayerisch/salzburgerischen Komponisten Anton Cajetan Adlgasser (1729 - 1777) vertont, gelten aber als verschollen.

 

Inhalt:

Der Christgeist, also die Gestalt des christlichen Geists, verteidigt vor den christlichen Allegorien Barmherzigkeit und Gerechtigkeit die faulen Menschen, die dem Weltgeist, dem Sinnbild für weltliche Genüsse und Laster – eine Art Verführer, verfallen sind. Er möchte versuchen, ein Mittel gegen diese menschlichen Schwächen finden, um sie vor Höllenqualen zu retten. Gerechtigkeit und Barmherzigkeit wählen einen gerade in Nähe schlafenden Christen aus, an dem der Christgeist seine Mittel erproben soll. Der Christ wird geweckt und hat im Halbschlaf offenbar die göttlichen Erscheinungen mitbekommen und nun Angst vor Höllenqualen, jedoch erscheint schnell der Weltgeist, um ihm seine Befürchtungen auszureden und als Träume abzutun. Der Christ ist aber weiterhin verwirrt und von den Erlebnissen beeindruckt, also erklärt ihm der Weltgeist, seine vermeindlichen Feinde würden zu solchen Traumbildern greifen, weil sie ihn hassen würden. Der Christgeist bekommt dies alles mit und verkleidet sich als Arzt, der gerade Kräuter sucht. Der Christ spricht ihn an und frägt ihn um ein Mittel für ein langes, gesundes Alter bzw. ob er vielleicht auch etwas gegen den Tod hätte. Ohne dass der Weltgeist, der für den Christ gerade ein üppiges Frühstück zubereitet, es mitbekommt, empfiehlt der verkleidete Christgeist ein Blatt mit Ratschlägen, die der Christ einhalten soll. Wenn er dies tut, soll er belohnt werden. Der Weltgeist kommt zurück und drängt den Christ zum Essen. Die zurückbleibenden Christgeist, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit hoffen zu dritt auf das Einsehen des Christen.

 

BESETZUNG:

 

Barmherzigkeit Anete Liepina

Gerechtigkeit Eva-Maria Schmid

Weltgeist Alice Waginger

Christgeist Michael Weiland

Christ Clemens Kerschbaumer

 

Klavier Theresia-Lu Bai

szen. Konzept Max Buchleitner